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So haben beispielsweise unter den Jurastudierenden 22 Prozent einen Migrationshintergrund, im Berufsleben sind es dann nur noch 7 bis 8 Prozent der Anwält:innen. In einem Rechtssystem, das für alle zugänglich sein und in das jeder Mensch Vertrauen haben sollte, ist es ein fataler Fehler, dass sich unsere vielfältige Gesellschaft nicht in der Anwaltschaft widerspiegelt.
Der Deutsche Anwaltverein (DAV) bietet hier Support: Unter dem Motto „Zusammen sind wir besser. Für Rechtsstaat, Demokratie und Gesellschaft“ lud der DAV im März zum Meetup interkultureller Jurist:innen ein. Bei Musik, After-Work-Drinks und Snacks war ausgiebig Zeit für Austausch, Vernetzung und Verbündung.
Nachdem die ersten angeregten Gespräche langsam abklangen, starteten Dr. Sylvia Ruge, Hauptgeschäftsführerin des DAV, und Dr. Oliver Islam, Vorstandsmitglied des DAV, den Auftakt des Abends mit einer kurzen Begrüßungsrede. Beide betonten, dass es an uns allen liegt, die Vielfältigkeit und – damit einhergehend – die Demokratie zu schützen: „Vielfalt stärkt. Verschiedene Erfahrungen und Blickwinkel machen die Ergebnisse belastbarer.“
Durch Vernetzungstreffs wie das Meetup interkultureller Jurist:innen wird ein sicherer Raum für Menschen geschaffen, die ihre verschiedenen Sichtweisen austauschen und Kontakte knüpfen wollen. Um, in den Worten von Chrysanthi Fouloglidou, Diversity und Inclusion-Beauftragte des FORUM Junge Anwaltschaft, „Brücken zu bauen, die den Rechtstaat stützen sollen“.
Wie wichtig solche Netzwerke für den gesamtgesellschaftlichen Diskurs und die Vielfalt innerhalb des Anwaltsberufs sind, erklärte Dr. Krystyna Okoye-Montis, Referatsleiterin Justiz in der vielfältigen Gesellschaft, in ihrer darauffolgenden Rede: Als sie in den frühen 2000‘ern als Woman of Colour mit dem Jurastudium anfing, tauschte man sich innerhalb marginalisierten Gruppen noch nicht aus, man kämpfte nur für sich und musste allein die Hürden nehmen, die einem gestellt wurden. „Man sollte mehr und mehr den Weg in Richtung Zusammenhalt und Kollaboration einschlagen.“
„Unser Rechtsstaat baut auf Vielfalt.“ So Justiz-Staatsekretärin Dr. Angelika Schlunck, die weiter betonte, dass die Expertisen und Sichtweisen von Menschen mit Migrationshintergrund essentiell für unsere Gesellschaft sind und ein Grundbaustein auch für unsere Gesetze bilden sollten.
Es war ein erfolgreiches Vernetzungstreffen und ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, was nicht besser als durch die Worte von Dr. Okoye-Montis abgerundet werden könnte: „Sei die Veränderung, die du in der Welt sehen willst.“
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