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Der Moot Court zur anwaltlichen Berufspraxis ist ein bundesweiter Wettbewerb für Studierende deutscher Jurafakultäten. Veranstaltet wird er auf Initiative der Hans Soldan Stiftung in Kooperation mit dem Deutschen Anwaltverein, dem Deutschen Juristen-Fakultätentag sowie der Bundesrechtsanwaltskammer.
Anhand eines fiktiven Falls wird ein deutsches Gerichtsverfahren simuliert und Studierende werden so mit der forensischen anwaltlichen Tätigkeit vertraut gemacht. Studierende sollen als Interessensvertreter einen Fall rechtlich analysieren, Beweismittel würdigen und Rechtsmeinungen formulieren. Dabei sollen sie sich auch mit den Gegenargumenten auseinandersetzen und das Gericht schließlich von ihrer Position überzeugen. Thematisch wird jedes Jahr ein Fall behandelt, der den Studierenden vor allem auch wichtige Kenntnisse des anwaltlichen Berufsrechts vermittelt. Neben juristischen Kenntnissen sollen Studierende dabei auch sogenannte „Soft-Skills“ wie freie Rede, Argumentationskultur und Teamwork erlernen.
Der Preis des DAV für den besten Beklagtenschriftsatz beinhaltet eine Einladung zum Deutschen Anwaltstag des nächsten Jahres. Diese Auszeichnung ging am 12. Oktober 2024 an das Team III der Bucerius Law School. Für das Bucerius Team aus Hamburg geht es damit im Juni 2025 nach Berlin. Dort findet vom 2.-6. Juni 2025 der Deutsche Anwaltstag virtuell und in Berlin statt. Wir freuen uns, das Team persönlich in Berlin begrüßen zu können!
Die mündlichen Verhandlungen des Soldan Moot zur anwaltlichen Berufspraxis finden jährlich im Herbst an der Leibniz Universität Hannover statt. Auch im Jahr 2024 wurde anhand eines fiktiven Falls ein deutsches Gerichtsverfahren simuliert. Dabei haben Studierende als Interessenvertreter einen Fall rechtlich analysiert, Beweismittel gewürdigt und Rechtsmeinungen formuliert. Die 31 Teams von 19 juristischen Fakultäten aus ganz Deutschland hatten fünf Wochen Zeit, eine Klageschrift anzufertigen und sich mit den aufgeworfenen Fallfragen auseinanderzusetzen. Auf das Einreichen der Klageschrift folgt das Ausarbeiten der Klageerwiderung. Alle Schriftsätze wurden im weiteren Verlauf von Praktikern bewertet.
Im Rahmen der mündlichen Verhandlungen unterstützen vor Ort in Hannover neben vielen Berufsträger:innen und Mitgliedern der BRAK auch Mitglieder des DAV Gesetzgebungsausschusses bei den individuellen Bewertungen der Teams. So waren die Ausschussvorsitzende, Rechtsanwältin Gries-Redeker aus Bonn und Rechtsanwältin Janina Heeg aus Bayreuth mehrfach als Jurorinnen im Einsatz. Mit Hilfe eines Bewertungsbogens geht es darum, die mündlichen Leistungen in Argumentation, freier Vortrag und Persönlichkeit zu bewerten. Ohne einen solchen Einsatz von Juror:innen wäre die praktische Durchführung des Wettbewerbes nicht möglich. Der Deutsche Anwaltverein wirbt daher intensiv bei seinen Mitgliedsvereinen und deren Mitgliedern um Teilnahme und aktiven Einsatz in diesem hervorragenden Ausbildungselement.
Auch das Rahmenprogramm der mündlichen Verhandlungstage hatte es in sich. Die Studierenden und alle weiteren Teilnehmer:innen werden mit Frühstück und Mittagessen versorgt, Getränke und Snacks stehen in den Pausen bereit und Abendprogramme runden die Wettbewerbstage ab. So wurden 2024 bei Talks & Drinks diverse juristische Karrieremöglichkeiten vorgestellt und zum festlichen Bankettabend im Saal des Welfengartens konnte gespeist, getrunken und zur Musik der Band „BRAK Brothers“— dem Highlight des Freitagabends — getanzt werden.
Die Spannung stieg spürbar am Samstag im Unigebäude „Würfel“ als die Teams des Viertelfinales, Halb- und Finales durch Professor Dr. Christian Wolf bekannt gegeben wurden. Die Gewinner-Teams des Soldan Moot Wettbewerbs 2024 zur anwaltlichen Berufspraxis sind inzwischen alle bekannt. So ging der Hans Soldan Preis für die beste mündliche Verhandlung, 1. Platz: an Team II der Universität Leipzig und der 2. Platz an das Team I der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Der Preis der BRAK für den besten Klageschriftsatz ging an das Team I der Universität Hamburg und der Deutscher Juristen-Fakultätentag-Preis für die beste mündliche Einzelleistung an Simon Clausen – Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
Der DAV war in Hannover mit einem Stand mitten im Geschehen und informierte Studierende über seine aktuellen Projekte und Angebote für junge Jurist:innen. Ein rundherum gelungenes Event!
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