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Alles, was du über Moot Courts wissen musst, und warum die Teilnahme an einem Moot Court deine Soft Skills auf ein neues Level bringen kann, liest du in unserem Moot Court FAQ.
Der Soldan Moot Court, ein simuliertes Gerichtsverfahren für Jurastudierende, fand dieses Jahr zum 11. Mal statt. Er wird auch vom Deutschen Anwaltverein unterstützt.
Beim Soldan Moot erhalten die Teilnehmer:innen eine fiktiven Fall, müssen aus diesem Beweise sammeln und anschließend zwei Klageschriften, eine Klägerschrift und eine Beklagtenschrift, verfassen. Dabei ist Zeitdruck großgeschrieben: Die Teams haben gerade mal nur insgesamt zwei Monate um beide Schriften zu verfassen und einzureichen.
In dem darauf folgenden simulierten Gerichtsverfahren lernen sie dann, als richtige Anwält:innen die Interessen der Mandat:innen zu vertreten und hoffentlich das Gericht von ihnen und ihren juristischen Kenntnissen zu überzeugen. Zu gewinnen sind zum Schluss mehrere Preise, bei denen auch auf die Einzelleistung der Teilnehmer:innen geachtet wird: Zum einen der „Preis der Bundesrechtsanwaltskammer“ für den besten Klägerschriftsatz, sowie den „Preis des Deutschen Anwaltsvereins“ für den besten Beklagtenschriftsatz.
Aber auch die Zweit- und Drittplatzierte gehen nicht leer aus, in beiden Kategorien wird ihre Leistung ebenfalls ausgezeichnet. In der Vorrunde kann der „Deutsche juristische Fakultätentag-Preis“ für die beste mündliche Einzelleistung gewonnen werden. Und zuletzt natürlich der Hauptgewinn für das Siegerteam im Finale: Der „Hans-Soldan-Preis“.
Ziel ist dabei aber nicht nur, dass die Teilnehmenden ihr juristisches Können unter Beweis stellen und einen der Preise absahnen: Durch den Wettbewerb sollen sie Teamwork-Fähigkeiten, Argumentieren und die freie Rede erlernen, außerdem können sie so Mut fassen ihre persönlichen Ziele weiter zu verfolgen.
Den Studierenden wurde eine fiktive Fallakte von über 40 Seiten vorgelegt. Dabei handelt es sich aber nicht um einen bloßen Sachverhalt: Inbegriffen waren Auszüge aus e-Mails, anwaltliche Schreiben, Zeitungsartikel, Internetseiten und Instagram Profile. Zuerst mussten die Teilnehmer:innen also sich den Überblick über eine Flut von Informationen verschaffen, bevor es überhaupt am die rechtliche Ausarbeitung der Klageschrift ging.
In dem diesjährigen Fall ging es um Naturheilkunde, Streit über angeblich heilendes Wasser und Nahrungsergänzungsmittel, Influencer und sehr sehr schlechte Presse. Ein durchaus spannender Fall, der nicht nur die rechtlichen Aspekte, sondern auch die Problematik einer interprofessionellen Berufsausübung behandelte.
Die Untermauerung durch dubiose Artikel und Instagram-Profile einer Fitness-Influencerin, die für die DikradeNa wirbt und zugleich die Lebensgefährtin des Geschäftsführers ist, macht diesen Fall nicht nur rechtlich interessant sondern auch recht amüsant.
Die Studierenden der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sind die Gewinner:innen des 11. Soldan Moot Court und wurden mit dem Hans Soldan Preis für die beste mündliche Verhandlung ausgezeichnet.
Im Finale traten Tobias Brendel, Lucas Collier, Tina Kunath und Helena Wartenberg gegen das Team I der Bucerius Law School Hamburg an.
Ebenfalls von der Bucerius Law School kommt Carlotta Schmeding, die, aufgrund ihrer besonderen mündlichen Einzelleistung in der Gerichtsverhandlung, mit dem Deutschen Juristen-Fakultätentag-Preis ausgezeichnet wurde. Der Zweitplatzierte dieser Kategorie ist Simon Rösler (Bucerius Law School), die Drittplatzierten sind Mara Diehl (Bucerius Law School) und Jonas Koschmieder (Universität Bielefeld).
In den schriftlichen Vorrunden ging der Preis der Bundesrechtsanwaltskammer für die beste Klageschrift an das Team I der Humboldt Universität Berlin und der Preis des Deutschen Anwaltsverein für die beste Beklagtenschrift an das Team der Universität Münster.
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