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Der Master of Laws im Inland zeichnet sich nicht nur durch hochrangige Programme mit erstklassigen Dozenten aus, sondern überzeugt auch durch die breitgefächerte Angebotsauswahl. So sind Spezialisierungsmöglichkeiten vom Pharmarecht über Rechtsinformatik oder Sportrecht bis hin zum LL.M. in der Unternehmensstrukturierung sowie im Umweltrecht möglich. Durch die zentrale Lage Deutschlands gibt es zudem eine Vielzahl an Programmen, die sich an den europäischen und internationalen Wirtschaftsraum richten.
Manche der Masterprogramme an den Universitäten gestalten sich als Vollzeitstudium, wohingegen andere auf Berufstätige zugeschnitten sind. So finden bei letzterem die Veranstaltungen entweder verblockt oder jeweils nur am Wochenende statt. Bei der Auswahl des Programms sollten also persönliche Umstände und Ansprüche beachtet werden.
Ein Blick auf die Fachhochschulen in Deutschland lohnt sich ebenfalls. Auch hier werden von Medienrecht an der Fachhochschule Köln bis hin zu Internationales Lizenzrecht an der Hochschule Darmstadt zahlreiche Masterprogramme in den unterschiedlichsten Themenfeldern angeboten.
Die Zulassungskriterien variieren von Angebot zu Angebot. Neben zulassungsfreien Masterprogrammen fordern einige Universitäten eine Mindestnote. Bei bestimmten Programmen wird sogar Praxiserfahrung zwischen einem und drei Jahren verlangt. Eine Zulassungsvoraussetzung für alle Programme ist jedoch ein juristischer Abschluss. Das kann entweder das erste Staatsexamen oder auch ein Bachelor of Laws sein.
Beim Bachelor werden meistens 210 bis 240 Leistungspunkte verlangt, um für den Master qualifiziert zu sein. Falls der LL.B. aber nur 180 ECTS-Punkte hat, heißt das nicht, dass eine Zulassung für einen derartigen Master nicht möglich ist. Die Universitäten bieten oftmals die Möglichkeit, während des Masterstudiums fehlende ECTS-Punkte nachzuholen.
Bei bestimmtem Programmen werden zudem Nachweise über ein erlangtes Sprachniveau gefordert. Als Sprachnachweis genügt in der Regel ein TOEFL- oder IELTS-Test. Manche Universitäten fordern zudem ein Motivationsschreiben bei der Bewerbung.
Während der Master im Ausland oft mit hohen Kosten verbunden ist, gibt es im Inland die Möglichkeit zwischen kostenfreien und kostenpflichtigen Programmen zu entscheiden.
Einige der wenigen Universitäten, die den Master kostenfrei anbieten, sind beispielsweise die Universität Passau mit dem LL.M. in Rechtsinformatik oder die Universität Hannover mit dem Master of Laws in Informationstechnologierecht und Recht des geistigen Eigentums. Hier müssen nur die Semestergebühren beglichen werden. Für den Großteil der Programme müssen aber Studiengebühren entrichtet werden. Diese bewegen sich zwischen 5.000 bis 25.000 Euro ohne Wohnungs- und Lebenshaltungskosten.
Auch die Dauer des Masters variiert. Die meisten Masterprogramme nehmen zwei Semester in Anspruch. Es gibt aber auch Programme, die drei oder sogar vier Semester dauern. An vielen Unis gibt es außerdem die Möglichkeit, den Master in Teilzeit oder berufsbegleitend zu studieren.
Eine Vielzahl der LL.M.-Programme in Deutschland hat Deutsch als Unterrichtssprache. Nichtsdestotrotz gibt es aber auch eine breite Palette an englischsprachigen Masterprogrammen.
Wer neben Deutsch und Englisch noch eine weitere Sprache auf hohem Niveau spricht, kann auch einen zweisprachigen Master, der sich schwerpunktmäßig an ein anderes Rechtssystem richtet, in Betracht ziehen. So zum Beispiel im Master Deutsches, Türkisches und Internationales Wirtschaftsrecht an der Ruhr Universität Bochum.
Hier sind einige Beispiele des breiten Angebots an LL.M.-Programmen in Deutschland:
Fast alle deutschen Universitäten mit einer Juristischen Fakultät haben mittlerweile ein Masterprogramm. Ferner gibt es auch zahlreiche Fachhochschulen, die einen Master of Laws anbieten. Welches Programm letztendlich das passende ist, richtet sich nach persönlichen Bedürfnissen, Interessen und natürlich der eigenen Präferenz. Es gibt an jeder Universität auch die Möglichkeit, vorab ein Beratungsgespräch in Anspruch zu nehmen.
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