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Das Beste erstmal ganz zum Anfang: Die Messe und alle Rahmenangebote sind kostenlos, ihr benötigt keine Anmeldung oder einen Studiausweis. Das Angebot selbst ist wahrlich vielfältig: So fand dieses Mal zum Beispiel eine Vortragsreihe zum Thema Berufsauswahl statt. 7 Referent:innen erklärten den Hörer:innen alles zum Berufsbild der Staatsanwälte und Richter:innen, dem Karrierestart in der Großkanzlei oder Interessantes zur mittelständischen Anwaltschaft und Berufsstart im Bankenwesen. Wem das nicht reichte, konnte überdies an 2 Workshops teilnehmen. Diese behandelten zum Beispiel Personal Branding oder den besten Einsatz des mitunter wichtigsten Mittels eines Anwalts oder einer Anwältin: Der eigenen Stimme!
Ein weiteres Angebot ist der umfangreiche Bewerberservice. So bietet zum Beispiel die Bundesagentur für Arbeit einen umfangreichen Check der Bewerbungsunterlagen an. Wenn ihr jetzt denkt, dass eure Bewerbung sowieso fehlerfrei sei, täuscht ihr euch höchstwahrscheinlich. Denn für jede Person, die ihre Unterlagen dort vorstellte, haben die netten Mitarbeiterinnen tatsächlich stets den ein oder anderen Rat. Eine weitere Möglichkeit der Partizipation sind übrigens die individuellen Bewerbungsgespräche. Wenn ihr bei diesen Gesprächen teilnehmen wollt, müsst ihr bis etwa einen Monat vor Messestart ein standardisiertes Bewerbungsformular ausfüllen. Die Bewerbungen werden anschließend an Kanzleien weitergeleitet, die dann ihrerseits auswählen, mit welchen Bewerber:innen sie Gespräche führen möchten. Anschließend erstellt das Team der Messeleitung einen individuellen Gesprächsplan für jede Person, womit man am Messetag bis zu 10 Bewerbungsgespräche führen kann.
Und nun kommen wir zum Herzstück der Messe: Die Messestände der knapp 70 Ausstellenden: Hier könnt ihr in ungezwungener Atmosphäre mit eurem zukünftigen Arbeitgeber in Kontakt treten. Das Schöne ist, dass dabei die ausstellenden Personen im Regelfall nicht viel älter seid als ihr selbst und den Berufseinstieg noch gut kennen. Man kann sich hier also fachlich und karrieretechnisch intensiv unterhalten, ohne das Gefühl haben zu müssen, nicht verstanden zu werden oder schlecht anzukommen. Die Ausstellenden selbst sind in einer großen Diversität vertreten, die die wichtigsten Arbeitgeber von zukünftigen Jurist:innen abbilden: Von einer Vielzahl an Großkanzleien über mittelständische Sozietäten bis hin zu Ministerien, Versicherungen, Verbänden, Polizei und Bundeswehr ist alles mit dabei. Man merkt, dass überall fachlich starke Personen gesucht werden: Die Aussteller sind alle an euch interessiert und umwerben euch intensiv. Wichtig ist es natürlich dennoch, sich gut zu verkaufen. Geht also im Besten Falle nicht unvorbereitet an die Stände, sondern beschäftigt euch vorher schon einmal mit eurem möglichen zukünftigen Arbeitgeber online, um einen guten Eindruck zu machen. Schließlich ist auch die Konkurrenz da, denn die Messe wird von vielen Hundert Studierenden, Examensabsolventen und Referendar:innen besucht.
Zu einer Karrieremesse sollte jede:r Jurastudierende einmal gegangen sein. Ich selbst war da früher etwas kritisch eingestellt. Das kann auch daran liegen, dass man oft schon früh im Studium animiert wird, eine solche Messe zu besuchen, obwohl man noch nicht so viel juristische Erfahrung hat. Mit wachsendem Studiums- oder Examensfortschritt kann man aber wirklich interessante Gespräche für die eigene berufliche Zukunft führen. Die JurStart in Münster hat im Vergleich zu vielen anderen Jura-Karrieremessen den Vorteil, dass es auf dem Messegelände nicht nur Aussteller gibt, sondern im Rahmen der Veranstaltung auch eine Vielzahl von weiteren Services angeboten werden. Das Rahmenangebot ist deutlich größer als bei vielen anderen Jura-Karrieremessen und macht die Messe recht einzigartig. Wenn ihr sehr weit entfernt wohnt, schaut natürlich aber vielleicht dann eher, ob es eine große Karrieremesse in eurer Umgebung gibt. Sollte aber Münster nicht zu weit entfernt sein, lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall!
Katzenkönig-Tipp: Selbst, wenn ihr vom Berufseinstieg ein ganzes Stück entfernt seid: Informiert euch bei Karrieremessen, ob diese nur Berufseinsteigern dienen sollen, oder ob man auf den Veranstaltungen zum Beispiel auch die Absolvierung von (Pflicht-) Praktika vereinbaren kann! Außerdem werdet ihr sicher das ein oder andere Give-away in Form einer Bib-Tüte oder frischen Klausurblöcken gut gebrauchen können.
Die Messe findet im nächten Jahr voraussichtlich am 12. Juni statt. Mit dieser Info und der darausfolgenden rechtzeitigen Buchungsmöglichkeit eines Bahntickets seid ihr günstig vor Ort! Wie man auf dem Bild sieht, hat auch der DAV seinen eigenen Stand auf der Messe. Der wird auch im nächsten Jahr wieder da sein, vielleicht sehen wir uns also! Bis dann!
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