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Im juristischen Kontext heißt Digitalisierung vor allem die Chance auf inklusive und innovative Lernformen, einen leichteren Zugang zu Normen und Gesetzen (ganz ohne Schleppen) und eine veränderte Arbeitswelt mit neuen Spezialisierungsmöglichkeiten und moderneren Arbeitsabläufen, wie die elektronische Akte. Das Stichwort Legal Tech ist zwar in aller Munde aber nur in wenigen Köpfen wirklich verankert.
Wer gut auf diese Berufswirklichkeit vorbereitet sein möchte, sollte bereits während des Studiums und des Referendariats die Lernfühler ins Digitale ausstrecken und sein Skill Set schärfen. Wie gut die deutschen Universitäten ihre Studierenden auf diesem Weg unterstützen und was sich der juristische Nachwuchs von der digitalen Revolution für die eigene Zukunft wünscht, hat Lex superior in ihrer aktuellen Digital Study untersucht.
Das junge Unternehmen hat sich dem digitalen Rechtsmarkt verschrieben und liefert Angebote für das juristische Lernen und Arbeiten von heute und morgen. Ihre Digital Study 2019 basiert auf einer Erhebung und einer Umfrage, an der über 1.800 Studierende, 700 Referendarinnen und Referendare sowie 14 juristische Fakultäten zwischen April und August 2019 teilgenommen haben.
Gefragt wurde nach den (Weiter-)Bildungsmöglichkeiten im Bereich Digitalisierung und Recht und ob diese von den Nachwuchsjuristinnen wahrgenommen und genutzt würden.
Aus den Ergebnissen der Erhebung hat Lex superior einen Digitalisierungsindex entwickelt, der besonders engagierte Hochschulen hervorhebt und somit Anreize zum Ausbau des digitalen Bildungsangebotes für die gesamte deutsche Hochschullandschaft liefern soll. Besonders hervorgetan hat sich die Humboldt-Universität zu Berlin, die es mit vielfältigen Kursen und Law Clinics sowie einer Forschungsstelle Legal Tech auf Platz eins des Rankings geschafft hat.
Positiv gewertet wurden auch das Engagement der Universität München sowie der Universität Münster - hier gibt es beispielsweise mit dem „unirep-online“ eine echte E- Learning-Alternative oder Open Access Podcasts zum flexiblen Lernen von überall.
An der privaten Bucerius Law School in Hamburg geht es besonders innovativ zu: Hier hat die Studie unter anderem die Einführung eines digitalen Fallbuchs und die Videokorrektur von Probeklausuren lobend hervorgehoben.
Eine ausführliche Analyse der Umfrage veröffentlicht Lex superior demnächst auf ihrer Website. Einen kleinen Vorgeschmack auf die teilweise überraschenden Antworten jedoch schon hier:
Unter den ErstexamenskandidatInnen gibt es für das Examen am Computer ebenfalls deutlichen Zuspruch, wenn auch etwas verhaltener als bei den ReferendarInnen. Möglicherweise muss man ein handschriftliches Examen erlebt haben, um die getippte Klausur wirklich zu schätzen zu wissen.
Erstaunlicherweise sind die Stimmen überwiegend ablehnend, wenn nach einem freien Internetzugang während der Klausuren gefragt wird - das geht vielen dann scheinbar doch zu weit.
Dennoch, das Zeichen ist gesetzt und es spricht eine klare Sprache: Die Digitalisierung ist im Recht angekommen und die Ausbildung braucht dringend passende Reformen. Also ab an die Tasten!
Hier findet ihr die ausführlichen Ergebnisse der Digital Study 2019.
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